Einsatzbericht

Datum Beginn Ende
01. u. 02.11.2005 01.11.2005 13:17 Uhr 02.11.2005 19:00 Uhr
Alarmstufe Personal Fahrzeuge
3 29 LF 16/12, LF 8
Eingesetzte Kräfte
- Feuerwehren:Bachmehring, Aham, Schönberg, Freiham, Wasserburg, Babensham, Penzing, Amerang, Evenhausen,
Bad Endorf (Gasmesstechnik)
- KBR Ruhsamer, KBI Wimmer, KBM Hangl, KBM Kratz, UG-ÖEL
- BRK, JUH
- Polizei
- Kripo, LKA, Gutachter
- EON

Allerheiligen 2005 wird uns sicherlich noch längere Zeit in Erinnerung bleiben. Kurz vor Beginn der Messe um 13:30 Uhr wurden wir mit Alarmstufe 3 (Grossbrand) zu einer Ziegelei in der direkten Umgebung von Eiselfing gerufen. Nach schnellem Ausrücken zum Einsatzort (viele Kameraden befanden sich wegen dem Feiertag bereits in Eiselfing oder auch schon in der Kirche), fanden wir dort einen grösseren Komplex aus ehemaligen Gebäuden der Ziegelei, welche nun als Lager und Produktionsräume genutzt wurden, der sich bereits im Vollbrand befand. Die Flammen hatten bereits auf weite Teile der Dachkonstruktion übergegriffen und schlugen mehr als 15 Meter in den Himmel. Erschwerend kam noch hinzu, dass der alte Kamin der Ziegelei mit seinen 35m Höhe bereits vom Feuer erreicht worden war. Nach der Ankunft unseres LF16 war das erste Ziel, die von diesem Kamin ausgehende vermeintliche Gefahr, durch ablöschen der direkt angrenzenden Gebädeteile zu vermindern. Wie sich jedoch später heraus stellte, war diese Gefahr jedoch geringer als ürspr¨nglich angenommen. Die nach uns eintreffenden Fahrzeuge der anderen Feuerwehren wurden vom Einsatzleiter auf die anderen Seiten der Gebäude verteilt. Wegen einem vorhandenem See und einem Hydranten, war die Wasserversorgung gesichert. Das Vorgehen zeigte auch schnell Wirkung, der Brand konnte eingedämmt werden und ein Übergreifen auf noch nicht betroffene Teile konnte verhindert werden. Durch die starke Rauchentwicklung war ein Vorgehen oft nur unter Atemschutz möglich. Nachdem am späten Abend das Feuer grösstenteils erloschen war, konnten viele Feuerwehren wieder abrücken. Die notwendige Brandwache wurde von uns zusammen mit der FF Aham gestellt. Ein Trupp der FF Wasserburg blieb auch fast die Ganze Nacht und unterstützte uns mit ihrem Lichtmastfahrzeug. Im Verlauf der Nacht war es immer wieder nötig, kleinere, wieder auflodernde Feuer zu bekämpfen. Am folgenden Tag wurde der Brandort von der Kripo genau untersucht. Wegen dem späten Eintreffen dieser Ermittler (nach 11:00 Uhr), mussten wir den ganzen Tag am Einsatzort verbringen. Erst gegen 16:00 Uhr verliessen wir diesen, um am Feuerwehrhaus mit der etwas umfangreichen Reinigung unserer gesamten Ausrüstung beginnen zu können. Fazit: Der grösste Einsatz in den letzten paar Jahren. Den Kameraden um Kommandant Unterhuber, die fast 30 Stunden am Stück auf den Beinen waren, verbleibt sicher kein schöner Eindruck.
Zu diesem Einsatz gibt es hier auch eine Fotoserie in der Galerie.



Der Einsatzort in der direkten Nachbarschaft von Eiselfing. Luftbilder:

© Landesamt für Vermessung und Geoinformation



Die Rot eingefärbten Gebäudeteile waren vom Feuer betroffen. Luftbilder:

© Landesamt für Vermessung und Geoinformation


















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