05.09.2015: Löschwassersuchwanderung



Ganz in der Hand des Feuerwehrnachwuchses aus der Region waren am Samstag, 5. September 2015, die Gemeinde Eiselfing sowie die Wasserburger Altstadt. Ein spannender Wettkampf hielt für insgesamt 14 Mannschaften zahlreiche knifflige Aufgaben bereit, welche die Jugendlichen zu meistern hatten.

Schon mal an den Sprossen einer langen Feuerwehr-Drehleiter entlanggehangelt, um möglichst viele Punkte für die eigene Mannschaft zu erzielen? Nein, aber im Ernstfall zählen ja schließlich auch Spontanität und jede Sekunde. Also Zähne zusammenbeißen und kräftig zupacken, denn jede geschaffte Sprosse bringt wertvolle Punkte. Und die neugierigen Blicke der vielen Zuschauer mitten in der Wasserburger Salzsenderzeile einfach als zusätzliche Motivation begreifen.

An zwölf Wettkampfstationen, aufgereiht entlang einer mehr als fünf Kilometer langen Route von Eiselfing nach Wasserburg, mussten die rund 80 Teilnehmer aus den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf allerlei Feuerwehrwissen genauso wie körperliche Fitness und Kreativität an den Tag legen. Die Einladung zur Löschwassersuchwanderung der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim hatte Jugendgruppen von Flintsbach bis Haag an den Start gelockt.

Über den Rathausvorplatz in Eiselfing, den Naturlehrpfad in Bachmehring, Weikertsham und die Schöne Aussicht ging es hinein in die Altstadt. Ein durch spezielle Brillen eingeschränktes Sichtfeld musste überwunden werden, um Kübelspritzen bedienen zu können. Dann galt es, Ziele auf der anderen Seite eines Baches mit dem Strahlrohr zu treffen und wenig später war plötzlich ein verletzter Waldarbeiter unter Zeitdruck aus dem Gehölz zu retten.

Zwischendurch sorgten Leinenzielwerfen oder das Errichten eines hölzernen Wackelturms für viel Aufheiterung und gute Stimmung. Ganz allgemein war der Wettbewerb von den Organisatoren mit dem Fokus auf die Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung innerhalb der einzelnen Gruppen initiiert worden. Die Jugendfeuerwehrler aus Großkarolinenfeld etwa, die gleich mit zwei Teams angereist waren, fassten ihre Eindrücke wie folgt zusammen: „Tolle Stationen und realistische Szenarien. Wir sind beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei.“

Für zusätzliche Spannung bei der Punktejagd sorgte auch ein über die gesamte Wegstrecke verteiltes Bildersuchrätsel. Und während die letzten Gruppen kurz vor dem Ziel gerade noch im Hinblick auf ihre Erste Hilfe-Kenntnisse geprüft wurden und beim Feuerwehrauto-Schieben in der Herrengasse um jeden Meter kämpften, konnte auch Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer aus Wasserburg ein zufriedenes Fazit ziehen: „Unser Ansporn war, einen fairen und interessanten Wettbewerb für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren anzubieten, um auch das gegenseitige Kennenlernen der Nachwuchsgruppen zu fördern.“

Am Ende sicherte sich die Jugendfeuerwehr Aham den vielumjubelten Sieg vor den Mannschaften Großkarolinenfeld 1 und Pfaffing 1. Kreisbrandinspektor Georg Wimmer dankte den Feuerwehren aus Bachmehring und Wasserburg für die personelle Betreuung der Wettkampfstationen. Er sprach den Teilnehmern bei der Preisverleihung seine Anerkennung aus: „Ich bedanke mich für euer Engagement bei euren Heimatfeuerwehren. Ihr seid damit alle zusammen nicht nur heute Gewinner und wir sind stolz auf euch.“















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