22.07.2012: Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr am Luegsteinsee



Schlafsack und Isomatte als einzige Mittel gegen die hartnäckige Kälte, kräftige Regenschauer und spannende Klettertouren in schwindelerregenden Höhen. Das diesjährige Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim vom 20. bis 22. Juli 2012 am Luegsteinsee in Oberaudorf vereinte die Elemente eines Abenteuerurlaubs mit denen einer lustigen Klassenfahrt. Für die 80 Teilnehmer aus allen Teilen des Landkreises stand dabei die Mitgliedschaft zu einer starken Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Dunkle Regenwolken oberhalb der Steilwände am idyllisch gelegenen Luegsteinsee verhießen für die erste Nacht im Zelt nichts Gutes. Aber die angehende Feuerwehrfrauen und -männer ließen sich davon selbstverständlich nicht abschrecken und errichteten eine bunte kleine Zeltstadt. Egal, ob beim Kartenspielen oder dem Spüldienst in der Küche des angrenzenden Jugendbildungshauses - man lernte sich kennen und knüpfte neue Kontakte zu anderen Nachwuchsgruppen. Und während sich die eine Zeltgemeinschaft mit fetziger Musik aufwärmte, hatten andere Teilnehmer alle Hände voll zu tun, ihre Unterkunft vor einem Wassereinbruch durch den Dauerregen zu schützen.

Mit einem Besuch des Oberaudorfer Waldseilgartens starteten die Jugendlichen mit ihren Ausbildern in den Samstag. Für das Bewältigen der unterschiedlichen Kletterrouten hoch über dem Boden waren Geschicklichkeit, Ausdauer und die Verlässlichkeit der jeweiligen Kletterpartner erforderlich. So galt es doch, sich vor jedem Hindernis mit Gurten abzusichern, Holzleitern zu erklimmen und gemeinsam an Stahlseilen durch die Luft zu sausen. Hier konnten die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Au, Bachmehring, Beyharting, Flintsbach, Oberaudorf, Vogtareuth und Wasserburg ihre in der Ausbildung erlernten Mannschaftsfähigkeiten unter Beweis stellen. Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer war genau diese spezielle Mischung aus Ausflug und Erlebnis wichtig: „Wir möchten unserem Nachwuchs das positive Gefühl einer starken Gemeinschaft von ehrenamtlich engagierten Menschen vermitteln. Beim Zeltlager bieten wir ihm deshalb eine breite Palette an Angeboten und die Möglichkeit, ein Wochenende mit Gleichaltrigen zu verbringen.“

Direkt im Anschluss ging es weiter zur Sommerrodelbahn und die lange herbeigesehnte Regenpause wurde sogleich für die rasante Abfahrt ins Tal genutzt. Als dann auch noch die Sonne ein kurzes Gastspiel gab, wurde der restliche Nachmittag ausgiebig zum Baden, Fußballspielen oder gemütlichen Entspannen genutzt. Ein großes Lagerfeuer und gemeinsames Grillen rundeten den abwechslungsreichen Tag schließlich ab. Die pünktlich zur Nachtruhe einsetzenden Regenfälle konnten der guten Stimmung daher keinen Abbruch mehr tun und eingepackt in Schlafsäcken und Decken trotzten die Jugendfeuerwehrler tapfer dem Wetter und kalten Morgentemperaturen.

Am Sonntag feierten sie mit Diakon und Kreisbrandinspektor Georg Wimmer einen Feldgottesdienst am See. Musikalisch begleitet von einem Chor aus Feuerwehranwärtern ging er auf den wichtigen Einsatz jedes Einzelnen für seine Mitmenschen ein und rief die Jugendlichen dazu auf, ihr Leben stets mit einem offenen und toleranten Blick zu bereichern. Während sich die meisten Gruppen nach dem Mittagessen und einem von allen Seiten für gelungen befundenen Wochenende auf den Heimweg machten, erklommen die ganz Wagemutigen noch den Steig zum so genannten Grafenloch. Die jahrhundertealte, ehemalige Höhlenburg im Steilhang der „Luegsteinwand“ war den Besuch wert und ganz nebenbei bot sich den Besuchern zum Abschied ein eindrucksvolles Panorama.

Bericht und Fotos: Freiwillige Feuerwehr Bachmehring





















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